Osteoporosediagnostik

Diese Untersuchung misst den Mineralsalzgehalt des Knochens. Von der Knochendichte hängt ab, wie bruchfest ein Knochen ist. Der Begriff Osteo-Densitometrie leitet sich teils aus dem Griechischen, teils aus dem Lateinischen ab. Die griechischen Wortteile "osteo" und "metrie" können mit Knochen und Messung übersetzt werden. "Densus" ist der lateinische Wortteil und bedeutet dicht.
Die Durchführung
In der Regel werden Knochen an der Lendenwirbelsäule oder der Hüfte vermessen. Die Untersuchung ist für den Patienten nicht anders als das Röntgen: Der Patient kommt in einen abgeschirmten Raum. Dort rücken Arzt oder Röntgenassistentin ihn in die rechte Position, so dass die Röntgenstrahlen die Körperbereiche ausreichend durchdringen. Anschließend wertet ein Computer die gewonnenen Daten aus.
Das Ergebnis
Die Diagnose erfolgt anhand des so genannten T-Werts. Er bestimmt den Unterschied der Dichte des Knochens des Patienten verglichen mit dem Mittelwert gesunder junger Erwachsener. Im Normalfall liegt der T-Wert über einem Wert von -1.
Bewegt er sich in einem Bereich von -1 bis -2, ist der Knochenmineralgehalt verringert (Osteopenie) und das Risiko für eine Osteoporose deutlich erhöht. Bei einem Wert, der unter -2 liegt, sprechen Mediziner von einer Osteoporose.
Die Knochendichte sollte unbedingt bestimmt werden, wenn entsprechende Beschwerden oder spezielle Risikofaktoren vorliegen.
Mit dem Z-Wert bestimmen Ärzte die Knochendichte im Vergleich zu anderen gleichaltrigen Menschen einer Altersgruppe.
"Nur bei Kindern und Jugendlichen ist es sinnvoll, den Z-Wert zu erheben", sagt Dieter Felsenberg, Leiter des Zentrums für Muskel- und Knochenforschung in Berlin.
Die Nachteile
Die Knochendichtemessung mit der DXA ist das gängigste Verfahren, Osteoporose zu diagnostizieren.
Hundertprozentig zuverlässig ist es jedoch nicht. Gerade bei älteren Menschen sind die T-Werte nur beschränkt aussagefähig:
Abnutzungserscheinungen im Bereich der Lendenwirbelsäule und Verkalkungen der Hauptschlagader lassen die Werte ansteigen und kaschieren eine mögliche Osteoporose.
Für Risikopatienten mit Knochenbrüchen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die DXA-Untersuchung.
