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Tattoos und Piercings im MRT und CT

Warum Sie auf gewissen Körperschmuck verzichten sollten

Körperschmuck wie Tattoos und Piercings sind heute keine Seltenheit mehr und ein anhaltender Trend. Wenn Sie jedoch zu einer MRT oder CT Untersuchung kommen, kann der Körperschmuck unter Umständen zum Problem werden.

 

Tattoos

Da Tattoos nur die Haut betreffen, ist vielen Patienten nicht bewusst, dass auch sie Einfluss auf die MRT-Untersuchung haben können. Besondere Vorsicht gilt zunächst bei frisch gestochenen Tattoos und Permanent-Make-up. Da es durch das Stechen der Körperkunst zu einer oberflächlichen Schädigung der Zellen kommt, kann es passieren, dass das Tattoo während der MRT verläuft, da der Heilungsprozess des Gewebes noch nicht abgeschlossen ist. Deshalb sollten Sie nach Möglichkeit 4-6 Wochen warten, bevor Sie eine MRT oder CT durchführen lassen.

Darüber hinaus besteht in einzelnen Fällen auch die Gefahr von Verbrennungen. Denn die MRT ist ein bildgebendes Diagnoseverfahren, dessen Grundlage statische Magnetfelder darstellen. Mittels magnetischer Wechselfelder im Radiofrequenzbereich werden die einzelnen Körperregionen Schicht für Schicht sichtbar gemacht, was eine genaue Diagnose ermöglicht. Bei großflächigen, dunklen Tätowierungen können die Magnetfelder jedoch zu Schwellungen und sogar Verbrennungen der Haut führen. Das liegt an den Eisenpartikeln, die in manchen Tattoofarben enthalten sind. Die Mikropartikel der Farbe können bei einer MRT in Bewegung versetzt oder erhitzt werden, was zu Gewebeschäden führen kann.

Die in Deutschland seit den 90er Jahren verwendeten Tattoofarben enthalten jedoch in der Regel nur wenige bis gar keine magnetischen Inhaltsstoffe. Falls Sie vor der MRT-Untersuchung Bedenken haben, kommen Sie auf uns zu. Die Experten in der Radiologie München Ost schauen sich Ihr Tattoo vor der Behandlung genauestens an und entscheiden dann im Einzelfall über die weiterführende Behandlungsmethode.

 

Piercings

Neben den Tattoos sind es auch Piercings und Dermal Anker, die bei einer MRT oder CT-Untersuchung zum Problem werden können. Denn je nach Material und magnetischen Eigenschaften des Körperschmucks können sie während der MRT herausrutschen und zu schweren Verbrennungen führen. Außerdem verzerren sie das Magnetfeld, sodass das Bildmaterial im schlimmsten Fall unbrauchbar wird.

Betroffen sind vor allem Piercings aus Metallen wie Eisen, Cobalt und Nickel. Körperschmuck aus Titan, Implantanium oder Polytetrafluorethylen ist dagegen ungefährlich. Da die meisten unserer Patienten die genauen Inhaltsstoffe ihrer Piercings nicht kennen, bitten wir Sie sicherheitshalber alle Piercings vor einer MRT oder CT abzulegen.

Falls Sie nicht entfernbare Piercings oder Dermal Anker tragen, sehen wir uns diese vor einer Behandlung immer genau an. Je nach Geometrie und Körperregion kann die Untersuchung unter Umständen trotzdem bedenkenlos durchgeführt werden. Falls nicht, entscheiden wir im Einzelfall über den weiteren Verlauf der Behandlung.

Der Einfluss von Tattoos und Piercings auf eine MRT-Untersuchung und die damit verbundenen Risiken sollten demnach nicht unterschätzt werden. Falls Sie Fragen oder Bedenken zu dem Thema haben, kommen Sie gerne jeder Zeit persönlich auf uns zu.